Winterbeginn zum neuen Jahr
Die Welt ist weiß geworden: Was vordem matt und grau, deckt eine weiche Flockendecke, wohin ich nun auch schau.
Der Winter ist zu uns gekommen zusammen mit dem neuen Jahr, und alles scheint verändert, vergleiche ich‘s mit dem, was war.
Der Winter ist ein rechter Mann ...
Die weiße Pracht ist rasch geschmolzen, die Farben Grau und Braun zurück, doch ist der Winter nicht vorüber: Da folgt ganz sicher noch ein Stück!
Auch er muss manchmal Atem schöpfen, bevor er dann von neuem tobt. Wer jetzt schon seine Milde preist, der hat ihn wohl zu früh gelobt!
Der Winter kommt vom Norden her mit Kälte, Eis und Schnee, und er kehrt wieder, seid gewarnt, mit aller Macht und jäh!
Am Morgen (II)
Die Welt ist noch so weiß und still, als wenn sie weiterschlafen will. Kein Ton ist zu vernehmen.
Das Leben döst im Winterschlaf. Was wär schon zu versäumen?
Und von den kahlen Bäumen rieselt leis Schnee der letzten Nacht.
Der Winter ist ein rechter Mann
Die weiße Schneeschicht ist geschmolzen, nur karge Reste blieben stehen. Doch grau und trübe sind die Tage, vom Frühling ist noch nichts zu sehen.
Im Tageblatt hab ich gelesen, die Kraniche sind heimgekehrt. Ist denn der Winter schon am Ende? Wird uns ein früher Lenz beschert?
Doch glaub ich’s erst, wenn ich es sehe! Der Winter ist ein strenger Mann, der lässt sich nicht so leicht vertreiben und ist manchmal noch Ostern dran!
05. März 2026
So kurz vor zehn ist noch ein leichter Dunst zu sehen, der sanft den Deisterhang umhüllt.
Die Sonne leuchtet hell und warm und schenkt dem allen einen Charme, den ich schon lang vermisste.
Nun gibt es keine Zweifel mehr, der Frühling wagt sich endlich her. Das Leben wird von neuem blühen.
Sei fröhlich!
Doch was betrübt dich, sag es mir, an diesem hellen Frühlingstag? Es grünt ringsum, die Knospen sprießen, die Luft ist warm, wie ich es mag.
Freu dich an dem, was heute ist, denk nicht daran, was du vermisst, wenn kalte Winterstürme toben und du in Regenfluten kaum unterscheiden kannst, was unten ist und oben!
Die dunklen Tage und die hellen erscheinen uns zu ihrer Zeit, doch nie weißt du vorher, wann es so weit.
| Winterzeit (II)
Der Winter hat uns fest im Griff mit Kälte, Eis und Schnee, hat sich auf Dauer eingerichtet, wenn ich es richtig seh.
Da mag man jammern, sich beklagen und sich nach Wärme sehnen, das neue Jahr hat grad begonnen, die Winterzeit wird sich noch dehnen.
Doch spätestens im Monat März kündigt der Lenz sich an, dann wird auch alles wieder grün, was jetzt nur weiß-kalt glitzern kann!
Von neuem
Wer meinte, das sei es schon gewesen, der hat sich gründlich wohl geirrt! Und wer im Kaffeesatz gelesen, dass es noch weiter friert und klirrt, hat wieder recht behalten.
Blieb alles doch beim Alten, wie sich’s nun mal gehört. Der Lenz im Januar nur stört! Zumindest hier in unseren Breiten kann das Verwirrung nur bereiten!
Erneut ist alles schneebedeckt und unter einer Schicht versteckt, die wohl noch etwas bleibt, bis sie ein warmer Wind vertreibt. Doch das kann etwas dauern!
Winterimpression (II)
Das Grün ist unter Weiß versteckt, mit Eis und Schnee fest zugedeckt, bis dann die Tage wieder länger werden, und jeder sich nach Kälte und Beschwerden nach Sonnenstrahlen sehnt und herzzerreißend gähnt.
Der Februar hat grad begonnen, für Kinder eine Zeit der Winterwonnen, doch mit den Jahren nimmt das ab. Zwar ist die Luft noch frisch und klar, bloß was einst ein Vergnügen war, hält uns mit Pflichten jetzt in Trab.
Der Winterspaß geht langsam flöten und Optimismus ist von Nöten!
Sehnsucht
Die Flocken sinken sanft herab, bedecken Dach und Straßen, nur trübe rinnt der Tag dahin, ich muss ihn ziehen lassen.
Bin Kälte und auch Düsternis schon viel zu lange leid, nun warte ich voll Ungeduld auf eine andre Zeit.
Ich sehne mich nach frischem Grün, nach bunter Blütenpracht, nach Vogelsang und Fröhlichkeit, nach warmer Sommernacht.
Ich wünsche mir die Zeit herbei, die voll von Leben ist, in der man die Vergänglichkeit des eignen Seins vergisst.
Schlichte Verse
Ja, ich schreibe schlichte Verse, die man gerne lesen könnte, wenn man denn die Zeit sich nähme, wenn man es sich gönnte.
Doch die Menschen gönnen sich so wenig, geizen ständig mit der Zeit, nur zum Zanken und zum Streiten sind sie unentwegt bereit.
Und die Zeit, die noch verbleibt, ist sehr knapp bemessen. Viel zu rasch wird da vergessen, was das Leben bunter macht!
Denn ich schreibe schlichte Verse, die man gerne lesen könnte, wenn man denn die Zeit sich nähme, wenn man es sich gönnte.
| Wintermorgen Januar 26
Manche ahnte es bereits, mancher hat es prophezeit, anderen schien es unmöglich, aber nun ist es so weit!
Es genügt ein Blick hinaus, aus dem Haus muss ich nicht gehen, ringsumher ist alles weiß, und sonst ist nicht viel zu sehen.
Schnee und Eis allüberall, und so kalt wie lange nicht. Da kann man ins Grübeln kommen. Doch wer schreibt gleich ein Gedicht?
So still
Die Flocken fallen heut so sacht auf diese kalte Erde, und eine folgt der andern nach, dass weiß nun alles werde.
Was bisher grau und trostlos war an einem trüben Nebeltag, strahlt silbrig auf und wunderbar, fast so, wie ich es mag.
Die Flocken fallen heut so sacht, sie schweben leis zur Erde. Der Tag verrinnt, bald folgt die Nacht, dass friedlich alles werde.
Der Tulpenstrauß
Der Tulpenstrauß vor mir soll schon vom Frühling künden. Noch kurze Zeit, bis Eis und Schnee sich auf dem Weg befinden in nördliche Gefilde.
Und kurze Zeit bleibt auch dem Tulpenstrauß, bis er verwelkt dann weichen muss. Wir schauen ihm beim Sterben zu, doch irgendwann ist damit Schluss.
Sonntagmorgen im Februar
Die Uhr steht schon auf „zehn“, doch niemand ist zu sehen, kein Mensch, nicht mal ein Spatz.
Die Welt liegt still und weiß bestäubt, ich blicke schweigend, wie betäubt, auf kahle Gärten und auf Dächer.
Dahinter ragt der Deister auf: Die Sonne bringt bei ihrem Lauf die Tannenspitzen hell zum Funkeln.
Zwischenzeiten (II) Man sagt zwar, dass der Regen fehle, es sei zu trocken für die Zeit. Die Sonne lacht, begrüßt den Frühling nach dieser kalten Winterzeit.
Auf dem Balkon tanke ich Sonne und kriege Farbe ins Gesicht. Den Gärten fehlen noch die Blüten, das Grüne reicht, mehr brauch ich nicht.
Noch ist es still um mich herum, die Vögel üben im Geheimen, mir fehlen Zwitschern und Gesumm. Und so versuch ich‘s mal mit Reimen.
Sein oder Nichtsein … (V)
Des Morgens ist es noch recht frisch, so um die null Grad sicherlich. Man sagt, zuvor war’s viel zu mild. Das meinen andere, doch nicht ich!
Ich sehne mir den Lenz herbei, sein Grün und seine Sonnenstrahlen, die kalte, karge Winterzeit hat mir nicht sonderlich gefallen.
Die Leute sagen, das muss sein, die Erde will sich auch erholen! Ob das wohl stimmt? Ich sehe es nicht ein, da will mich sicher wer verkohlen!
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